Die Vergangenheit

In diesem Jahr oder besser in dem ersten Halbjahr 2014 habe ich mehr Vorträge und Workshops zu halten als gewöhnlich. Das ist teilweise einer vermehrten Aktivität in Serbien geschuldet, aber auch in Österreich und Deutschland komme ich dran.
Eigentlich habe ich ja mittlerweile eine Schreib- und auch Präsentationshemmung. Für ein neues Publikum muss ich ja immer bei Eva und Adam anfangen, und das wird auf die Dauer langweilig. Doch jetzt habe ich ein ziemlich unterschiedliches Publikum zu unterhalten und da muss jede Präsentation etwas Anderes (nicht unbedingt etwas Neues) bieten. Und daher macht es mir jetzt wieder Spass, die entsprechenden Vorbereitungen zu treffen.
Recht berührt hat mich aber ein Treffen in der vergangenen Woche mit dem Chef eines konkurrenzierenden Unternehmens. In der Informatik gibt es nicht so viele vernünftige Menschen, daher kennen sich die oberen -zig Personen recht gut und können sich auch leiden.
Er hat mir erzählt, dass er sich an eine Präsentation vor mehr als 10 Jahren erinnern konnte, die auf ihn einen großen Eindruck gemacht hat. Ich hatte nicht gewusst, dass er damals überhaupt anwesend war. Es war ein Vortrag über die Gleichartigkeit des Testens von Software und des Testens von Konzertflügeln. Ich hatte damals zwar nur ein Pianino auf der Bühne, aber das reichte, um die Parallelität aufzuzeigen.
Natürlich freut es mich, dass ich auf diese Weise in Erinnerung geblieben bin. Im April werde ich diesen Vortrag, den ich vollkommen neu ausarbeiten muss, in der Gallerie der Akademie der Wissenschaften (und Kunst) an einem Flügel halten. Vielleicht spiel ich dann als Abrundung eine kleinere Beethovensonate. (Wobei klein nicht die Bedeutung sondern die zeitliche Länge beschreiben soll)


  1. das ist, so glaube ich, ein vortrag, der mir ebenfalls sehr im gedächtnis geblieben wäre. ich habe vor jahren einmal einen vortrag gehört über die mathematik, besser gesagt der numerologie, in der musik von J. S. Bach. war auch sehr spannend …

  2. AndreaHerrmann

    „In der Informatik gibt es nicht so viele vernünftige Menschen“. Oh, sowas sag ich immer nur heimlich. 🙂 Als ich vor 20 Jahren in die Informatik ging, da war es noch anders. Damals galt Informatik noch als schwierig, obwohl damals alles viel übersichtlicher war. Wo heute unübersichtliche Wolkenkratzer (= umfangreiche Produkte, Frameworks, Standards, etc) stehen, gab es damals noch unbebaute Prärie mit einzelnen handgemauerten Hütten. Damals waren die Informatiker noch intelligente Macher mit Spaß an der Herausforderung im Neuland. Heute sind vor allem Goldgräber unterwegs, die das schnelle Geld suchen. Schade.




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