Europa

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Ein ausgezeichneter Artikel über die Essenz Europas und die Begründung, bestimmte Bücher hervor zu heben, welche Europa in der Nachkriegszeit charakterisieren.
daraus ein Zitat:
Der große Europäer Paul Valéry, der in dem Jahr starb, in dem unser europäischer Kanon auf den folgenden Seiten beginnt, hat in seinem Essay Die Krise des Geistes im Jahr 1919 eine Definition des europäischen Geistes versucht, die noch vom letzten Abendsonnenschein des europäischen Weltmachtbewusstseins beglänzt war. Der europäische Geist, schrieb Valéry, beziehe seine welthistorische Einzigartigkeit aus genau drei Quellen. Erstens aus seiner Herkunft aus dem Römischen Reich und dessen Ordnungs- und Stabilitätssystemen. Zweitens aus dem christlichen Glauben, der gewissermaßen das Kulturprogramm des römischen Imperialismus wurde. Und drittens aus der griechischen Denkfabrik, die Rom in einer kultursynkretistischen Meisterleistung übernommen und weitergegeben hat.
etwas später folgt die Wirkung von Ausschwitz als Reduzierung der europäischen Stärke auf Null.
Lesenswert.


  1. 404

    Nur EIN Blick über diesen riesigen Acker.

  2. Das wären drei absolutistische Denkansätze, Ausschwitz also nur eine der logischen Folgen.

  3. Sunnilein

    Nur um es anzumerken: und natürlich ohne Auschwitz in irgendeiner Form in Frage zu stellen, aber gab es nicht immer auch den klugen Gegenpart, der unzweifelhaft aus einer entsprechenden Bildung kam, auch wenn er natürlich nicht immer das große Unheil verhindern konnte? Ich tue mich sehr schwer damit, das Unheil des Braunen ohne die Gegenwehr, auch die innere, zu sehen. Und Europa als Idee an sich lässt sich sicher nicht allein auf die im Artikel genannten drei möglichen Säulen zurückführen, wenngleich sie ein immanenter Bestandteil des Denkens sind, ob man es nun wahrhaben will oder nicht. Mit Sicherheit sind philosophische, literarische und wissenschaftlich-grundlegende Ideen ebenso Bausteine der Grundidee, wie zerfahren und gefleddert sie auch in unserer Zeit sein möge.

  4. Sunnilein

    Ja, auch literarisch, ganz intensiv und ganz besonders. Natürlich nur da, wo der Anstoß auch gehört wird. Wer den „Faust“ nicht versteht, der ist auch blind für andere Dinge, auf welcher Ebene sie liegen mögen!
    Dass neben all dem das andere auch möglich ist und war und sein wird, braucht keine Diskussion.

  5. Sunnilein

    @jossele
    Das war doch meiner Rede Sinn! Unverstand in jeder Form gebirt das Elend!
    @steppenhund
    In jedem von uns eben Faust und Mephisto. Erschreckend nur der hohe Anteil des Argen, immer wieder.
    Darf ich ein Zitat aus meinem ehemaligen Wirkungsbereich anfügen: „Nein, wir lesen den „Faust“ nicht, schon gar nicht den Teil II, unsere Lehrerin hat gesagt, sie habe das alles selbst nicht verstanden!“ Gütiger Gott, oder wer auch immer! Ich kann es nicht fassen, aber leider ist es so.

  6. Sunnilein

    P.S. und nebenbei – Sagen Sie, werter Herr Steppenhund, memrisen Sie eigentlich noch oder hat es Sie auch so schrecklich genervt ständig angehalten zu sein Ihre Kenntnisse nicht sterben zu lassen, sie zu wässern und was auch immer? Hatte mich Ihnen chinesisch „genähert“, gleiches auch im Italienischen, Französischen und Dänischen, mein Polnisch etwas aufpoliert, aber irgendwann fand ichs „nervig“…Schade, an und für sich ist es lustig. Immer noch die Beta-Variante? Irgendwann kommt der Bezahlakt…, denk ich mal.




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