Luzern ist überall

oder „The Interconnectedness of All Things“
Vom Autor des „Per Anhalter durch die Galaxis“, Douglas Adams, gibt es auch die Geschichte von Dirk Gentry, der eine Detektei betreibt. Alles ist miteinander verbunden. Wird dieses System ausgereizt, kann man sein Fahrziel auch finden, wenn man überhaupt nicht weiß, wo es sich befindet, wenn man nur einem Fahrer hinten nachfährt, der weiß, wo er hin will. (Selbstverständlich hat der ein ganz anderes Ziel!)

Ich habe gestern einen Tristan gesehen, welcher beeindruckt hat. Nach ein paar sehr leicht missglückten Bläsereinsätzen zu Beginn spielte sich der Orchester in einen rasenden Taumel hinein. „Mit den Wiener Philharmonikern kann’s ein jeder.“ habe ich gescherzt. Doch was Gustav Kuhn mit seinem relativ jugendlichen Orchester musizieren kann, ist wahrlich außergewöhnlich.
Die kommen ja aus aller Welt und „trainieren“ zusammen mit ihm in Montegral in der Nähe von Lucca. (Toskana)
Dieser „Tristan und Isolde“ konnte rühren, was nicht zuletzt an den Sängern und Sängerinnen lag. Beachtenswert eine schlanke Figur einer dunkelhaarigen Isolde, die sich bis zum Liebestod derart verausgabte, dass man ihr die Anstrengung – oder besser die Entrücktheit – beim finalen Applaus deutlich anmerken konnte. Meine „Referenz-Isolde“ war ja Birgit Nilsson, (auch schwarzhaarig) die man auf der besten Tristan-Einspielung zusammen mit Wolfgang Windgassen und Karl Böhm bewundern kann. (Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 1966 und wurde auch auf CD remastered. Falls sich jemand dafür interessiert.)
Diese Isolde war grandios und vor allem überzeugend. Wer sich den Link ansieht, wird nun feststellen, dass die Dame zuerst in Luzern ausgebildet wurde, bevor sie in New York weiterstudierte.
Und sie ist keine Unbekannte. Die Isolde ist zur Zeit die letzte große Wagner-Rolle, die sie noch nicht gespielt hatte. Und es muss nicht Wagner sein. Elektra ist ja bekanntlich von Richard Strauss.

Wie heißt es: alles ist miteinander verbunden. Es kann daher kein Zufall sein, dass uns Mona Somm quasi von Luzern gefolgt ist, auch wenn sich ihr Wohnsitz heutzutage in Sankt Gallen befindet.


  1. Himmel, wie schnell… man Bücher vergisst! Dabei habe ich bei der Lektüre von Douglas Adams damals so gelacht! Aber ich erinnere mich praktisch nur noch ans Restaurant am Ende des Universums, und an den rätselhaften Abgang der Delfine – und an einen etwas muffeligen Herrn namens Slartibartfast. Allein wegen dieses aufgeweckten Detektivs müsste ich aber zumindest eines der Bücher nochmals lesen.

    Nun wissen Sie ja, dass ich von klassischer Musik wenig verstehe. Aber ich hatte während meiner Schulzeit (in Luzern) einen Kameraden, der Somm hiess, ein grosser Musikkenner war (spezialisiert auf Michael Jackson) – und der uns leider viel zu früh und unter tragischen Umständen verlassen hat.

    Ja, so schliessen sich die Kreise.

  2. Weder war ich jemals in Luzern, noch habe ich Tristan gesehen. Doch ich kenne Luzerne, die Klee-Art, die derzeit in meinem Blühstreifen so wunderschön blüht und den Hummeln und Bienen Nektar bietet.

    Ob die Luzerne mit Luzern etwas miteinander zu tun hat?




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