nicht zusammenhängend

Das Buch wird 10 Tage ruhen, außer ich schreibe heute noch etwas.

Zwei merkwürdige Ereignisse:
1) Es ist ja ein schlimmes Zeichen, wenn man nur mehr körperliche Wehwehs zu berichten hat. Manchmal sind es aber geradezu Nichtigkeiten, die einen über die körperliche Befindlichkeit nachdenken lassen.
Seit Beginn der Woche hatte ich am Morgen – nachdem ich eine halbe Stunde am Computer gesessen hatte – Nasenbluten. Dieses war nach kurzer Zeit vorbei und ich versuchte noch heraus zu bekommen, was die Anlassfaktoren waren.
Heute beim Frühstück fing es plötzlich wieder an und war mit den herkömmlichen Mitteln nicht zu stillen. Ein Vampir hätte seine Freude gehabt. Ich wäre ja noch selber zur HNO gefahren, aber meine Frau hatte schon die Rettung gerufen. Da gab es keine Beschwerde wegen Wehleidigkeit, anscheinend gibt es solche Transporte öfter. In Wien auf der HNO wurde das Gefäß, dass laut Arzt doch sehr weit offen war, verödet. In einer halben Stunde war alles erledigt und nach weiteren 20 Minuten war ich zuhause. Eine Kleinigkeit. Ich war froh, es ansehen zu lassen, weil ich morgen im Flugzeug sitze.
Und heute war praktisch meine ganze Kleidung inklusive Hose mit Blutflecken gesprenkelt..
Mit der Krankenschwester habe ich noch gescherzt, dass es ein schöner Tod wäre, einfach über Nasenbluten zu verbluten. Es tut absolut nicht weh. Ein netter, sympathischer Arzt namens Schröckenfuchs klärte mich über oberösterreichische Namen auf und ich sehe das Ganze einmal als interessantes Erlebnis an.
Bis auf die Blutpatzerei. Ich stelle mir vor, wie es im Krieg aussieht, wenn so etwas nicht einmal im Ansatz nach Behandlung aussieht. Da sind wichtigere Dinge zu behandeln. Aber das Gefühl, sich selber zu versauen, ist trotzdem unangenehm.
Fazit: ich kann heute nicht mehr in die Sauna gehen. Mit dieser katastrophalen Beschränkung muss ich jetzt leben.
2) Ich empfinde großes Mitleid mit einem Blogger, der in seinem Blog Erfahrungsberichte mit dem Computer beschreibt und darüber jammert, dass er bestimmte Begriffe nicht versteht. Ich kommentiere mit einer Erklärung, worauf ich feststelle, dass der Kommentar gelöscht ist und weitere Kommentarfunktionen unterdrückt sind.
Jetzt weiß ich zwar, dass man bei Frauen, die einem etwas vorjammern, nur mitleidig „aha“, „ja“, „das ist schlimm“ äußern darf, aber ja keine Stellungnahme zum Problem abgeben darf. In der IT ist das aber in der Regel anders. Wenn einer schreibt, das er etwas nicht versteht oder kann, finden sich immer welche, die eine Lösung vorschlagen. Auf die Weise funktioniert Open Source. Und auf diese Weise können sich Techniker untereinander unterhalten, ohne gegenseitig an Image zu verlieren.
Ich stelle fest, dass es bei dem betreffenden Blogger um etwas anderes gehen muss.
Es gibt allerdings andere Blogger, die freimütig über ihre Schwierigkeiten schreiben, bei denen ich es bewundere, mit welcher Offenheit sie mit den Schwierigkeiten umgehen. Wie sich aus den Kommentaren heraus finden lässt, sind diese auch „gutes“ Beispiel mit hilfreichen Texten, an denen andere, die sich nicht so outen mögen, profitieren. Insoferne möchte ich hier deprifrei erwähnen, zu dessen achtjährigen Blog-Durchhalten ich herzlichst gratuliere.


  1. Man möcht durchaus den Eindruck gewinnen, manche Menschen wollen einfach leiden, also damit meine ich nicht dein Nasenbluten, was du ja eigentlich auch als minder lebensbedrohlichen Zustand beschrieben hast, obwohl … (;-) )
    Ich meine auch nicht die Menschen die wirklich Probleme haben, also so dass sie beeinträchtigt sind, in welcher Form auch immer.
    Ich meine das Pseudo-Leiden, das „Hach, die Welt ist so gegen mich und ich kann gar nichts machen“.
    Da geht mir das Geimpfte auf.

  2. Vielen Dank für deine lieben Kommentare in meinem Blog. Ja, 8 Jahre ist wirklich eine lange Zeit. Es ist schon interessant seine eigenen alten Beiträge zu lesen und zu sehen wie ich mich verändert habe.




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