Seelenwanderung

Es gibt Menschen, die wir in der Erde begraben; aber andere, die wir besonders zärtlich lieben, sind in unser Herz gebettet. Die Erinnerung an sie mischt sich täglich in unser Tun und Trachten, wir denken an sie, wie wir atmen, sie haben in unserer Seele eine neue Gestalt angenommen, nach dem zarten Gesetz der Seelenwanderung, das im Reich der Liebe herrscht.
[Honoré de Balzac]
Eine schöne Beschreibung, die mich vor allem deswegen überrascht, weil Balzac den Begriff der Seelenwanderung verwendet.
Der Anlass war das Begräbnis meiner Schwägerin, bei dem ich selbst nicht anwesend sein konnte, aber meine Frau sehr schön davon berichten konnte.
Eine Seitengeschichte dazu betrifft meinen Schwager. Der hatte bis jetzt eine sehr schwere Zeit gehabt, seiner Frau beim Sterben zuzusehen. Es geht ihm jetzt besser. Warum? Er ist Mitglied in drei Chören, an denen er jetzt wieder aktiv teilnehmen kann. Dort gibt es Freunde aber vor allem auch die Gelegenheit, seine Emotionen in der Musik auszuleben. Das ist schon ein sehr tröstlicher Gedanke.
Über meine verstorbene Schwägerin erzähle ich nichts. Sie war ein fantastischer Mensch, wie auch diie anderen Familienmitglieder, die ich kenne. (inklusive meiner Frau:) Man kann sich schwer vorstellen, wie viele Menschen bei der ersten Trauerfeier waren.
Was immer uns nach unserem Tod erwartet, mache ich mir um ihren Verbleib keine Sorge.


  1. Ich glaube auch, dass Seelen wandern können. Die Seele meines Opas wandert jeden Tag durch unser Haus. Und sie lebt fröhlich in seinem geliebten Urenkel weiter. Alleine wenn ich meinem Sohn beim Essen zusehe, grinst mich schelmisch aus seinen Augen mein Opa an. Ich weiß auch nicht, was nach dem Tod kommt, oder wohin wir gehen, aber bestimmt gibt es einen Platz, wo all die wunderbaren Menschen denen wir in unserem Leben begegnen dürfen, sich treffen, und gemeinsam singen…

  2. Das ist doch ein schöner Gedanke, den Du formuliert hast.

  3. auf die gefahr hin, ausgelacht zu werden … es ist wohl auch ein teil des mysteriums der liebe, dass, wenn wir es nur gehörig wünschen, verstorbene liebe mit uns sind – in uns sind. wer kann denn behaupten, dass sie nicht in parallelwelten mitten unter uns weilen, wir aber (noch) keine möglichkeit haben, mit ihnen zu kommunizieren.

    dass solche musik existiert lässt vermuten, dass es auch andere unergründliche dinge gibt, die noch keinen Mozart hatten, uns mitgeteilt zu werden.




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