Standortbestimmung

Ich werde immer wieder einmal aufgefordert, auch von mir selbst, endlich einmal ein Buch fertig zu schreiben.
Jetzt gibt es Gründe, die dafür und welche, die dagegen sprechen.
Dagegen:
1) seriöserweise sollte ich ein Fachbuch schreiben (oder mehrere)
1a) damit verdient man nichts
1b) es ist sehr viel Arbeit (lt. Kollegen, die es schon gemacht haben, zwei Jahre, manche schreiben es allerdings auch in einem Monat)
1c) es gibt schon so viele Bücher
1d) ich könnte meinem eigenen Qualitätsanspruch nicht genügen.
1e) ich bin eigentlich faul.
2) ich würde gerne einen Roman schreiben. (Science-Fiction oder Entwicklungsroman)
2a) es gibt schon so viele Bücher
2b) ich weiß gar nicht, ob ich so schreiben kann, dass es von mehr als meinem Fan-Club überhaupt goutiert wird.
2c) es dauert sehr lange, weil es sehr viel Arbeit bedeutet.
2d) ich könnte nicht so gut schreiben, wie die Autoren, die ich bewundere.
2e) ich bin eigentlich faul.
Dafür:
1) Fachbuch
1a) Ich erzähle in Vorträgen und bei Schulungen so viel, bei dem ich meine, einen eigenen pädagogischen Stil zu entwickeln.
1b) Ich würde zu Konferenzen eingeladen werden und irgendwann als Keynote-Speaker auftreten. (Das würde mir gefallen:)
1c) In einer gewissen Weise bin ich in meinem Fachgebiet missionarisch unterwegs. Es wäre vernünftiger, die eigene „Bibel“ zu schreiben als immer nur korrigierend zu ergänzen.
2) Belletristik
2a) Ich habe mindestens sechs Romanszenarien im Kopf.
2b) Es wäre toll gewesen, wenn ich zwei der Szenarien geschrieben hätte, bevor sie Realität geworden sind.
2c) Ich würde wirklich gerne ein paar Ideen in die Köpfe der Menschen verpflanzen.
Der Grund, dass ich keine Zeit habe, zählt nicht. Für bestimmte Dinge muss man sich Zeit nehmen. Schließlich bringe ich ja auch Zeit für das Klavier Üben auf.
Mal sehen, ob sich meine Überlegungen in einem Jahr verändert haben werden…


  1. Ich erinnere mich gerade daran, dass mir eine Ägypterin vor 28 Jahren einmal geraten hat, unbedingt zu schreiben. Diese Frau war schön!

  2. Einen Science-Fiction-Roman würde ich sehr gerne von Ihnen lesen!

  3. »Schreiben ist einfach. Man muss nur die falschen Wörter weglassen.«
    (Mark Twain)

  4. Wenn ich bei vergleichbaren Problemen (privat, keine Beteiligung Dritter) die Wahl zwischen zwei Dingen habe, mache ich das, was mir mehr Spaß macht.

  5. Gründe dafür zu suchen, etwas nicht zu tun, sagt eigentlich „Ich will´s eh tun“.
    Die Gründe Dagegen 1a-e und 2a-e sind verwerfbar, abgesehen von 1e und 2e vielleicht, weil die kenn ich zu gut.
    „Aber“ vielleicht links liegen lassen und anfangen.

    Ich denke, das Fachbuch ist ja schon fertig im Kopf, und die Romane halbwegs auch als Ahnung.

  6. Kann die Gründe dagegen nachvollziehen. Ich würde es nie mehr machen.




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