stranputica

Beim Zappen durch die Fernsehkanäle bin ich an einer Szene hängen geblieben, die mich veranlasst hat, den Kanal zu wechseln und noch einmal zurück zu schalten, um den Titel zu lesen, der nur beim Wechsel angezeigt wird.
Ein bisschen konnte ich mir den Titel schon zusammen übersetzen, und dann war ich ziemlich sicher, was es war, weil ich Paul Giamatti nur in dem einen Film gesehen hatte. (zumindest bewusst) Der englische Titel heißt sideways und handelt von zwei Freunden auf einer Reise durch Kalifornien. Wein spielt dabei eine große Rolle.
Mich hat überrascht, dass ich – neben dem englischen gesprochenen Wort – soviel der serbischen Untertitel verstanden habe. Sehr viel vom Dialog ist mir hängengeblieben, weil ich vor acht Jahren doch eine Frau geliebt habe, die mir ein Naheverhältnis zum Wein anerzogen hat.
Eines meiner beliebtesten Zitate aus dem Film behandelt den Unterschied zwischen Pinot Noir-Trinkern und Cabernet-Sauvignon-Trinkern. „Die Pinot Noir-Trinker verstehen die Frauen.“ – „Die Cabernet Sauvignon-Trinker bekommen sie.“
Ich habe den Film mit großem Genuss wieder angeschaut – und vielleicht konnte ich mich dem enthaltenen Humor noch besser als vor acht Jahren hingeben.
Die Schauspielerin Virginia Madsen hat mich sehr an Faye Dunaway erinnert, die mich in vielen Filmen begeistert hat. Den Film Arrangement den ich als sehr junger Student sah und vermutlich gar nicht in der Lage war, ihn richtig zu verstehen, hat die Begeisterung für die Schauspielerin geweckt.
In Wikipedia steht, dass der Film in Amerika kein Erfolg, in Europa hingegen schon. Klar, eine eindeutige Kritik am American Way of Life. Allerdings gab es damals mehrere solche Filme. Irgendwie verwandt erscheint mir da Fellinis 8-1/2 oder später die „Dinge des Lebens“ mit Piccoli und Romy Schneider. Irgendwie haben aber diese Art der Filme doch auch mein Leben beeinflusst, ein gewisser Hang zur Romantik muss da schon genährt worden sein.


  1. nun ist es offenbar …
    ich hätte viel mehr Cabernet Sauvignon trinken müssen …
    Pinot Noir gab es recht gut und ausreichend in der DDR, und ich habe ihn auch bevorzugt getrunken … aber … möchten sie es glauben, eine frau habe ich noch nie verstanden … verstanden habe ich, dass ich sie nie verstehen werde.
    ich habe mich damit abgefunden, und ich spreche so:
    ganz allein zu einem guten buch oder guter musik einen schoppen guten kräftigen „Roten“ tröstet sehr gut über das mangelnde frauenverständnis …

  2. Mann kann sich auch damit trösten, dass man nicht alles verstehen muss:)




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