unvollständige Erzählung

Offensichtlich fange ich an, mich zu erholen. Langsam fliegen mir wieder neue Vorstellungen zu.
Zweite Erde
(der Titel müsste geändert werden, den gibt es nämlich schon)
Skizze zu einer Geschichte


Es gibt eine berühmte kleine Kirche (inspiriert durch Kotor), in der sich unbeschreibliche Kunstwerke befinden sollen. Man muss zu Fuss hinauf, wobei man ca. einen Kilometer durch einen ziemlich steilen Tunnel gehen muss. Der ist beleuchtet, doch der Aufstieg ist sehr beschwerlich.
Oben gibt es Führungen, wobei interessanterweise die Führerin zuerst um die Kirche herumführt, da sich auch auf der Außenseite eindrucksvolle Skulpturen und Mosaike befinden. Eine Gruppe mit der Erzähler geht aber ohne Führung gleich in die Kirche, wo sich an den Wänden eine merkwürdige Variation der Passionsgeschichte befindet. Die Bilder zeigen alle unterschiedliche Geschehnisse aus der Geschichte der Menschheit, wobei das Leid im Vordergrund steht. Die Bilder haben eine besondere Eigenschaft. Sie verändern sich in Slow-Motion, wie wenn man einen Film Bild für Bild ablaufen sähe.
Die einzelnen Stationen führen historisch geordnet in die heutige Zeit. Syrien, Ukraine und eine Szene aus Tibet stellen die letzten Stationen dar. Als sich die Gruppe vor der letzten Station befindet, sieht der Erzähler, wie seine Begleiter nach und nach „aufgelöst“ werden. Sie verschwinden. Er flüchtet zur Tür und kann gerade noch die Kriche verlassen, während die Führerin mit dem Rest der Gruppe in die Kirche eintritt.
Sie bemerkt sein Entkommen und spricht etwas in ein Funkgerät. (Dieser Teil der Geschichte wird erst später fortgesetzt, die Flucht des Erzählers und seine Recherchen und seine Wiederkehr in die Kirche.)
Er kommt vorläufig zuhause an und versucht diejenigen zu erreichen, die er selbst persönlich in der Gruppe gekannt hat. Es stellt sich heraus, dass er niemand erreichen kann. Als er bei den Telefongesellschaften anruft, erfährt er, dass niemand von denen einen Anschluss gehabt hat.
Er geht zum Arbeitsplatz eines Bekannten, der dort aber vollkommen unbekannt erscheint.
Weitere Versuche ergeben, dass niemand von denen, mit denen er in der Kirche war, je gelebt zu haben, scheint.

Er hat eine schwere Krise und lässt sich in eine Klinik für Geisteskranke einweisen. Er weiss, dass ihm niemand die Existenz seiner Freunde glaubt, bzw. glauben kann, denn es gibt keine Spuren von ihnen. Er kommt daher zu der Überzeugung, dass er halluziniert. Da er sich selbst sehr vernünftig aufführt, kann er seinen behandelnden Arzt seinen Verdacht auf Halluzination so glaubhaft schildern, dass er entsprechend behandelt wird. Allerdings kann der Arzt aufgrund einiger Tests feststellen, dass es keine Halluzinationen sein dürften. Daher entlässt er den Patienten mit dem Hinweis, sich selbst nichts daraus zu machen aber die Geschichten für sich zu behalten.

Er kehrt in sein normales Leben zurück, verwendet aber einige Energie darauf, die Besuche in die Kirche zu untersuchen. Es gelingt ihm, einige Personalien festzustellen. Er stellt fest, dass die Daten dieser Personen ungefährt zwei Stunden nach Abmarsch in den Tunnel verblassen. Nicht alle Daten gleichzeitig. Doch im Zeitraum von einer Viertelstunde sind alle Daten, die er vorher festgestellt hat verschwunden. Notizen, die er sich gemacht hat, verblassen nach ungefähr einem halben Tag.
Er fotografiert seine Notizen, doch selbst die Fotos verschwinden.
Er sucht sich Zeugen, die das Verschwinden der Notizen bemerken, doch dieselben finden eine ganze Reihe von Gründen, warum die Bilder verschwinden und wundern sich nicht.

Eines Tages legt er sich zum Schlafen nieder und wacht in einer fremden Umgebung auf. Ein anderer Raum, fensterlos, – nicht abgeschlossen. Er verlässt ihn, um die Umgebung zu erkunden. Als er über Treppen hinuntergeht, erreicht er eine Tür, die ins Freie führt. Er sieht eine Stadt mit lockerem Aufbau ohne Hochhäuser und mediterranem Anstrich. Es gibt Straßen, doch keine Autos oder andere maschinell betriebenen Fahrzeuge. Er weiß nicht, wo er hin soll. So macht er sich auf den Weg in die Richtung, in der er das Zentrum vermutet. Als er aus dem Haus kam, hatte er niemanden anderen sehen können. Nach ein paar Straßenkreuzungen, sieht er die eine oder andere Person, die ihn aber nicht zu bemerken scheinen.
Nach einiger Zeit bemerkt er jedoch, dass ihm jemand zu folgen scheint. Er kennt die Person. Es ist die Führerin, die damals beim ersten Kirchenbesuch, die Menschen herumgeführt hat.
P.S. Diese Geschichte hat nichts mit dem Buch zu tun, dass ich zu schreiben gedenke.


  1. Gruselig! Spannende Story, schauriges Ende. Der Psychiater scheint immerhin ein vernünftiger Mensch zu sein – darauf kann man sich ja nicht unbedingt verlassen!




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