Archiv für Juni, 2011

Befindlichkeit

Stimmung gut, aber hundsmüde.
Am Vormittag Polizei, um eine vorläufige Residency zu bekommen. Muss morgen (=heute) noch einmal hin, um vor meinem Abflug noch ein Interview bei der Polizei zu geben. Früher konnte man das am gleichen Tag machen.
Na, sei’s drum.
Aber dann am Nachmittag ein wichtiges Offert begonnen, mögliche Preise ausgerechnet (was verträgt der Kunde) und dann ein Mitarbeiterexamen ausgearbeitet.
Und anschließend entschieden, welche vier Kandidaten wir als Vollkandidaten nehmen. Und einer kommt noch halbtags dazu, weil er zwar zu jung ist, aber wirklich tolle Ergebnisse liefert.
Die Entscheidungen haben wir uns nicht leicht gemacht.
Zwei hätten wir auch ohne Examen genommen. Bei zweien wird es sich erst im Training herausstellen, wie gut sie werden können. Zwei waren Luschen trotz guter Papierform, einer hatte überzogene Gehaltsvorstellungen. Und dann gibt es halt noch unser Nesthäckchen. War schon Stipendiat in den USA, ist aber noch richtiges Kind, bei den Eltern lebend.
Wir haben uns dann noch ein gutes Essen (Frans) für die Nachbesprechung gegönnt.
Aber jetzt bin ich zum Auswringen. Da liegen noch ein paar Papiere herum, die dringendst erledigt gehören.
Muss bis morgen nachmittag warten.
Jetzt leg ich mich nieder. Nicht einmal mehr Klavier üben ist drin.

Aber eigentlich ist in den eineinhalb Monaten unheimlich viel weitergegangen. Konkretes Angebot in der Pipeline, ein weiteres für Einsatz im September, eine Mannschaft zum Ausbilden und intensivierte Kontakte zur Universität.
Durch das offene Fenster höre ich die Musik von irgend einem Clubbing. Aber das wird mich jetzt auch nicht mehr stören.
Ich wünsche allen eine gute Nacht.

Twoday today

Langsam erkenne ich die Sinnhaftigkeit des Namens der Blogplattform.
Heute habe ich mir aus gegebenen Anlass einmal die Mühe gemacht, Zeiten zu stoppen.
Beim erstmaligen Aufruf von http://twoday.net sind bis zu 38 Sekunden Wartezeit möglich. Da die Datenmenge nicht so groß ist, könnten daran auch Probleme mit der Auslagerungsdatei des Rechners erkennbar sein. Dafür kann twoday nichts.
Um auf meine oder andere Seiten zu kommen, warte ich zwischen 5 und 15 Sekunden. Erneut twoday aufgerufen kann dann manchmal bereits in 14 Sekunden zum Erfolg führen.
Im Internet sind das verheerend lange Antwortzeiten. Vor allem, weil sich nichts am Bildschirm tut. Wenn eine Seite lange für den Aufbau wartet, weiß man wenigstens, was los ist.
Die Blogfrequenz kann nicht schuld sein. Die ist heute weit geringer als noch vor einem Jahr.
Die Spams sind etwas weniger geworden.
Also woran liegt es dann?
Habe im Help-Forum auch schon gepostet. Angeblich ist die schlechte Performance von seiten der Betreiber nicht nachvollziehbar.
Aber im Namen steckt ja bereits die ganze Lösung. Twoday (besser twodays) bezeichnet ja „zwei Tag“. Ich melde meine Präsenz an und am nächsten Tag bekomme ich dann die Information.
Durchaus schlüssig!

AKW-Firma

Ich lese jetzt in ORF-online, dass die japanische Regierung daran denkt, TEPCO den Betreiber von Fukushima aufzufangen.
Jetzt ist es ja egal, ob sie TEPCO verstaatlichen oder mit 43 Milliarden Euro stützen wollen. Die japanischen Bürger werden es bezahlen.
Dass man das Unternehmen erhalten will, sehe ich auch ein. Schließlich soll der Betrieb ja weiterlaufen.
Aber ich habe noch nichts davon gehört, dass irgendein Manager die seidene Schnur geschickt bekommen hat.
Das Management hat grob fahrlässig gehandelt. Ich beziehe mich auf seine Handlungen vor dem Unglück, unterlassene Sicherheitsüberprüfungen. Ich beziehe mich auch auf die Prüfungsinstitutionen, die Tepco den Skandal von 2002 haben durchgehen lassen.
Für diese Herrschaften wären lange Gefängnisstrafen und Einzug ihres Vermögens angemessen. Davon habe ich aber nichts gehört. Wahrscheinlich laufen dort auch ein paar Meischis, KHGs und Konsorten herum, nur kennen wir ihre Namen nicht.
Man kann einen atomaren Unfall nicht verhindern. Man kann die Wahrscheinlichkeit nicht auf 0 herunterschrauben. Aber ihn so einzuladen, wie das in Fukushima passiert ist, könnte man damit vergleichen, dass in einer Kommandozentrale der Bush sitzt. Als Gegner hat er den berühmten Paintball-Strategen eines zur Spitze stürmenden Partei in Österreich. Jeder hat einen Knopf, mit dem er jeweils zehn Atomraketen abfeuern kann.
Es kann gut gehen. Aber die Wahrscheinlichkeit ist nicht sehr hoch.

Österreich-Ticket

Es war groß angekündigt.
Der Artikel beschreibt, warum die Initiative im Sand verlaufen ist.
http://www.orf.at/stories/2060675/2060635
Für mich wäre es momentan gar nicht so interessant. Aber vermutlich würde ich es sogar kaufen, wenn es sich in einem Jahr nicht rentiert. 1500€ als Richtpreis wären der Gegenwert von 200 Tage pendeln (ca. 750€) + ca. 15 * Wien-Graz (hin und zurück). Keine Sorgen mehr, wo man die Karten einkauft (ist in den verschiedenen Städten ja unterschiedlich) und auch kein Problem, wenn man einmal die Karte vergessen hat. (Wenn es so gehandhabt wird wie die Jahresnetzkarte)
Für mich ist es ein Versagen der Politik, nachdem die meisten Betreiber ja öffentlich sind.
Aber wir leisten uns ja auch sonst Redundanz zum Saufüttern. Es gibt halt zu viele Menschen, die außer blöd die Goschen aufreißen nichts können und für jeden ordentlichen Beruf zu dumm sind. Für die muss man halt die politischen Positionen am Leben halten.

Rettet dem Dativ!

„Dreimaligen Weltmeister platzte nach der Vorstellung des McLaren-Piloten in Kanada der Kragen“
Genauso in der heutigen Online-Version des Standards.
Was regen wir uns über die Türken auf?

Erinnerung

für mich selbst:
http://en.wikipedia.org/wiki/VAX
Das waren noch Zeiten …
Zur PDP-11
http://de.wikipedia.org/wiki/Programmed_Data_Processor
Das war mein Baby:
http://de.wikipedia.org/wiki/PDP-11
1993 hatte ich eine PDP-11/10 auf der TU zu meiner alleinigen Verfügung. Das muss man sich vorstellen. König im eigenen Reich. Dafür kannte ich mich damals aber auch super aus.

E.H.E.C.

Eine Hohe Erkenntnis-Chance. Das könnte EHEC bedeuten.
Statt dessen werden wir noch FHEC, GHEC und HHEC erleben, bis wir drauf kommen, dass wir uns bestimmte Schwierigkeiten ganz konsequent selbst heran züchten.

Politisch unkorrekt

Ich schätze Edward Dijkstra sehr. Er ist mittlerweile verstorben. Von ihm stammt die Aussage, dass Programmierer neben der Mathematik am meisten von der möglichst guten Beherrschung der Muttersprache profitieren.
Umso erstaunter war ich jetzt, dass ich einen Artikel fand, in dem er sich für die Klassifizierung der 0 als natürliche Zahl einsetzte. http://www.cs.utexas.edu/users/EWD/transcriptions/EWD08xx/EWD831.html
Dieser Empfehlung ist man irgendwann gefolgt und hat die Zahl 0 per DIN-Norm als natürliche Zahl „definiert“.
Mathematiker verteidigen diese Aussage mit dem Argument, dass es sich ja nur um eine Konvention handelt. Semantisch hat der Ausdruck „natürlich“ nichts zu bedeuten.
Jetzt hätte ich es natürlich gerne, dass ich von Mitgliedern des Normenausschusses verklagt werde, weil ich sie als natürliche Trotteln bezeichne. Und alle Mathematiker, die so gerne das Konventionsargument verwenden, bezeichne ich gleich mit.
Als Verteidigung werde ich anführen, dass nach meiner Konvention der Ausdruck „natürlicher Trottel“ bedeutet, dass es sich um „keinen wirklichen Trottel“ handelt, also auch keine Beleidigung vorliegt.
Dieser Beitrag ist von nömix und seinen Symbolbildern inspiriert worden.
Es ist kaum mehr zu glauben, was wir sprachlich, inhaltlich, bildlich den Leuten durchgehen lassen, die uns glaubhaft machen wollen, dass sie die Information besitzen.
Der Unfall in Fukushima – der war natürlich. Zuerst das Erdbeben, dann der Tsunami – beides von der Natur erzeugt. Und das Atomkraftwerke einmal einen GAU oder SUPER-GAU erleben, ist auch natürlich.
Ganz natürlich natürlich. Wir haben da nichts damit zu tun. Dann wäre es ja künstlich.
Ich würde auch vorschlagen, statt dem Begriff Arschloch „Natürlicher“ zu verwenden. Wenn 0 natürlich ist, muss es das Loch auch sein, den Anus lassen wir aus Gründen der feinen Sprache außen vor.
Besonders beleidigend müsste es sein, wenn wir jemanden als natürlichen „Natürlicher“ bezeichnen.
Als Symbolbild fiele mir ein Logo mit ORF-Null ein. Null = Nix = Loch und ORF muss man nur undeutlich aussprechen. ORFLOCH. Und das müssen dann alle sagen, die jetzt mit „EINS“ auftreten. (Das Letzte ist nur für österreichische Insider verständlich.“
Wir sind von ORFLöchern umzingelt…

Struktur

Es ist nicht unbedingt Absicht, aber meine Texte sind oft wie Schachrätsel aufgebaut.
Denn ich mag Schachrätsel.
Hier geht es weiter…

natur-österreichisch

Nein, das ist keine sexuelle Praxis ohne Verhütung. Vielleicht Sex in der Wiener U-Bahn.
Gemeint ist vielmehr, dass ich heute nach drei Wochen Entsagung und Surrogat wieder auf meinem Flügel gespielt habe.
Ich konnte meinen Ohren nicht trauen.
Die Finger liefen mir fast davon. Dieses Phänomen wird aber auf dem Flügel im Konzertsaal nicht so ausgeprägt sein. Daher ist das Üben auf dem Clavinova durchaus angesagt.
Aber ich wiederhole mich: wer beim Klavierlernen nur auf das Clavinova angewiesen ist, ist ein armer Hund und kann von Musik nicht viel mitbekommen, zumindest nicht den Zugang, den die Musik zur Seele hat.




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