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Über das Schreiben

Das ist ein relativ frischer Facebook-Kommentar, den ich hier hinzufüge, damit twoday-Mitglieder, die auf diese Seite hingewiesen wurden, etwas Aktuelles zum Lesen haben.

Das war ein originaler Facebook-Eintrag von einem sehr kultivierten und erfahrenem Autor, der mich daher auch stark überrascht hat.

„Schreiben ist ein Mißbrauch der Sprache, stilles für sich Lesen ein trauriges Surrogat der Rede, wo denn auch die Prosa angeschlossen ist. Das Hauptgewicht sollte auf die gesprochene Sprache gelegt werden.“
Der das herausgefunden hat, war ein Deutschlehrer, ein Schulmeister, namens Rudolf Hildebrand, geboren am 13. März 1824 in Leipzig, gestorben daselbst am 28. Oktober 1894.
Nun, das ginge noch. Aber wer das gesagt hat? Goethe.
Goethe!
In einem Band seiner Lebensbeschreibung. Das spricht Bände. Schreiben – Mißbrauch der Sprache. Stilles Lesen – trauriges Surrogat. Und ausgerechnet Goethe schreibet solches. Das – diesen Satz, wenn ich den früher gelesen hätte! Mit zwanzig. (Aber zu dieser Zeit habe ich Goethe nach den Erfahrungen der Schuljahre noch boykottiert.) Da hätte ich mir viel Arbeit sparen können; wo ich mich gerade mit dem Schreiben so schwer tue. Vom Hirne bis auf das Papier, von dem Gefühl zum Wort. Wie mancher Satz krepierte mir bereits auf dem Transport.
(Hans Kramer)

Mein Kommentar:

Fast unglaublich, das zu lesen. Aber über Goethe gibt es noch manch anderes, was überraschen könnte. Aber was das Schreiben angeht, ist es vielleicht heute eine Verschwendung, wenn man doch eine Videoaufnahme machen kann. Doch zu Goethes Zeiten war es die wirklich einfachste Form, Gedanken mehreren Personen nahe zu bringen.
Ich schreibe z.B. an einem Buch und es fällt mir schwer. Es fällt mir nicht schwer, einen Vortrag zu konzipieren und etwas vorzutragen. Andererseits ist das, was ich sagen will, nicht in zwei Minuten, sieben Minuten, 15 Minuten oder einer Stunde darstellbar. Die Zuhörer müssten auch Zeit haben, darüber nachzudenken.
Wenn ich mit Freunden über das Thema spreche, höre ich von fast allen die gleichen Gegenargumente. Manchmal kann ich sie so weit bringen, dass sie nachdenklich werden.
Ich will niemanden bekehren. Aber um den Inhalt zu beschreiben, reicht nicht eine Schlagzeile und ein Paragraph zur näheren Erläuterung. Um etwas zu besprechen, müsste man den Text vorher schon genau abgezirkelt geschrieben und gelernt haben.
Ich will mit meinem Buch kein Geld verdienen, ich will es nur einfach geschrieben haben. – Und das ist schwer genug!

Die Realität, ein Traum

An einem Neunten, Monat und Jahr tun nichts zur Sache, war ich für einen Vortrag eingeplant. Das Datum war festgelegt und in meinem Kalender vermerkt, die Präsentation hatte ich mit großer Hingabe, weil das Thema mich faszinierte, vorbereitet. Dabei hatte ich viele Quellen und Bildansichten benützt. Der Ort der Präsentation war auf der Universität.
Als ich dort meinen Laptop ausgepackt hatte, versuchte ich probehalber, die Präsentation zu öffnen. Doch ich fand sie nicht. Ich hatte es mir zur Regel gemacht, derartige Daten zusätzlich noch einmal auf einem USB-Stick zu speichern, um bei einem Ausfall des Rechners auf einen Ersatz ausweichen zu können. Das traf aber an diesem Nachmittag nicht zu. Die Zuhörer fingen an, sich zu versammeln, einige Kollegen fragten mich, ob sie mir helfen könnten. Ich bat um den Ankündigungstext des Vortrags. Er lautete ungefähr: „Innovation durch den Computer“. Es war aber aus dem Beschreibungstext ersichtlich, dass es sich meine Rede Thema Beschleunigung und Verbesserung beziehungsweise um die begrifflichen Gegenteile handeln sollte.
Als ich akzeptieren musste, dass meine Unterlagen nicht auffindbar waren, beschloss ich ganz ohne Unterlagen auszukommen. Ich befürchtete nicht, dass ich damit scheitern könnte. Meine Erfahrungen mit Stegreifreden waren schon ganz gut gewesen, und das betreffende Thema hatte mich schon lange Zeit beim Schreiben eines Buches in seinen Bann gezogen.
Ich begab mich auf die Rednerbühne. Die war allerdings nicht sehr stabil und wackelte. Man musste über eine Art Laufsteg, der sich wackelig anfühlte. Er schien jeden Augenblick zusammenbrechen zu wollen. Neben der Bühne befand sich ein durch Vorhänge abgegrenzter Bereich mit zwei Reihen Sitzplätzen. Obwohl ich bereits das akademische Viertel für den Beginn verpasst hatte, es war mittlerweile bereits halb vier geworden, strömten noch immer Zuhörer in den Saal. Es waren geschätzte dreihundert Personen jeder Altersstufe und jedes Standes. Professoren der Universität kamen ebenso wie viele Bekannte von mir, denen ich ein Interesse gar nicht zugetraut hätte. Jetzt erinnerte ich mich, dass dieser Vortrag nicht nur für 15 Uhr, sondern als Wiederholung auch für 17 Uhr, für 19 Uhr und für 21 Uhr angekündigt worden war. Ich würde ihn also wiederholen müssen.
Um punkt halb vier nickte ich und begrüßte kurz die gewaltige Zuhörerschaft, die sich mittlerweile wohl gewundert hatten, warum ich nicht auf der Bühne, sondern eher mitten im Raum stand. „Wer hier im Auditorium meint, dass der Computer Beschleunigungen in unser Leben gebracht hat?“ Mit dieser Frage eröffnete ich meinen Vortrag. Es gab laute Rufe der Antwort. Der akustische Eindruck vermittelte eine sehr geteilte Meinung. Die Hälfte stimmte für ja, die andere lauthals dagegen.
„Sie haben beide recht.“ Bemerkte ich. “Meine persönliche Erfahrung hat mir gezeigt, dass ich auf medizinischem Gebiet rascher und unproblematischer versorgt worden bin. Doch in einigen Bereichen scheinen sich die Vorgänge verlangsamt zu haben. Dies schien beim Publikum auf große Zustimmung zu stoßen. Ich marschierte auf dem Mittelgang auf und ab und schilderte die Verbesserungen, die ich selbst als solche empfand. Danach erzählt ich über die Schwierigkeiten, die es bei der Behebung von Ausnahmezuständen gab. Die Zeiten, welche verstrichen waren, weil gesamte Abläufe voll automatisiert worden waren. Wenn unerwartbare Unfälle oder beispielsweise Kupferdiebstähle, die Reparatur einer Eisenbahnstrecke sehr lange andauern ließen, konnte ich das auf die Ausdünnung des menschlichen Personals zurückführen. Ich merkte, dass ich mit meinen Ausführungen in politische Ansichten abglitt. Für mich selbst merkte ich mir vor, dass es höchste Zeit war, mein Buch zu einem Abschluss zu bringen.
Meine Darbietung wurde bejubelt. Ich hatte danach eine Viertelstunde Zeit, bis ich sie neu wiederholen musste. Bei der Wiederholung brachte ich die Geschichte, die Peter Rosegger anlässlich der Einführung der Eisenbahn erzählt hatte. Die Reaktion der Menschen auf Neues hätte er heute genauso beschreiben können. Aber das ist eine andere Geschichte.

Positive Lebenseinstellung und Musik

In einem fremden Blog habe ich darauf geantwortet. Es hieß, dass ich eine positive Lebenseinstellung habe.

Das Thema arbeitet noch in mir …
Ich selbst sehe ja in der Musik die wirkliche Energiequelle. Allerdings meine ich damit die „ERNSTE MUSIK“. (Verrückter Begriff) Ich grenze ab gegen Schlagermusik und teilweise auch gegen halbernste Musik, wie z.B. der Radetzkymarsch, zu dem jedes Jahr von 2000 viel bezahlenden Zuörern im Musikverein geklatscht wird. Mit Militärmusik werden keine positiven Gefühle erzeugt. Allenfalls wird eine Angst beseitigt, indem eine Art Droge appliziert wird.
Aber ich spreche von Werken, an denen manchmal 20 Jahre, manchmal 2 Stunden gearbeitet wurde. Werke, die sich mehr als 200 Jahre lang erhalten haben und heute noch begeistert angehört werden. Ich glaube Einstein war es, der die Musik als Gottesbeweis gesehen hat. Oder ein anderer Berühmter. Als Agnostiker kann ich das so nicht unterschreiben, doch Musik erzeugt eine derartige Vielfalt und unterschiedlichen Gefühlen gleichzeitig, dass es kaum zu verstehen ist, wie der menschliche Organismus Musik aufnimmt.

Ich plane, noch etwas mehr darüber nachzudenken.

An unusual review

Recently, I was asked to judge upon a specific „Heurigen“ in Perchtoldsdorf. I have no idea why I have written this in English. Probably, I have to tell about this specific institution in Vienna so often to foreigners that I automatically switch to English.

Actually, I am not the typical „Heurigen“-visitor. But I visit regularly after the visit of a local sauna place. (And those visits are frequent as I have a ticket for the whole year. )

Please be informed about „Heuriger“ in detail here: https://en.wikipedia.org/wiki/Heuriger

In the meanwhile a „Buschenschank“ (which formerly was not legalized to serve warm food) very often has also a licence as restaurant and serves cold and warm dishes.
But it has its cycles of open and closed weeks. Yesterday was the last day of one of the opening seasons. And the first time I saw the offer of special wine related gifts and also special wines – like the Spätrot Rotgipfler. This is a very special wine that is know actually only in a part of Lower Austria. – But my reasons for liking this place are twofold. First it is one of the very few places which serve „Beef tartare“, a sort of raw grounded beef minced with a lot of spices. It is served in a way that you can select your own spices the way you want it. Secondly, this place serves a „Bowle“ even at winter times, Aoart from those two specialties I would add that the general warm dishes which you can expect at a „Heurigen“ are also recommendable. (As is the case in almost all of the Heurigens in Perchtoldsdorf. Perchtoldsdorf is a little village belonging to Lower Austria, however the telefon connections are Vienna connections! One know the term „Heurigen“ especially with a sub-district of Vienna, the name being Grinzing. But of course, there are many such places, too many to list them here. It would be good to write a complete article just about the cultural life in Vienna’s Heurigen. But the Mayer has specialties of its own 🙂

Rückblick

Diesen Text hatte ich lange Zeit nicht veröffentlich. Doch mittlerweile finde ich ihn auch für mich selbst ganz interessant. Heute sind es andere Bücher, die ich anführen würde. Aber insgesamt stimmt eines, dass ich einige Bücher immer wieder lese.

weiter lesen

Die musikalische Entwicklung

Ist es Rückentwicklung? Ich spiele und über zur Zeit Stücke, die ich schon einmal früher gespielt habe. (Bis auf die opus 110 Beethoven)

Eigentlich sollte ich ja schon längst an den Beethoven-Sonaten üben.

Aber in der Pension möchte ich doch ein bisschen Vergnügen haben.
 Momentan beschäftigt mich das Alternativ-Programm.
Der Kabalevsky sowieso, der wird mich noch einen Monat beschäftigen.
Den Schumann kann ich eigentlich schon und habe ihn auch schon vorgespielt. Zwei Stücke fehlen mir noch.
Janacek gehe ich jetzt auch bei den beiden Stücken an, die ich noch nie gespielt habe: #2 und #4. „Im Nebel“ beinhaltet 4 Stücke, #1 und #3 konnte ich früher und ich muss ein bisschen feilen,aber nicht viel.
Und dann übe ich zur Zeit die zweistimmigen Inventionen von Bach, die ich vor einer Woche von Andras Schiff spielen gehört habe. Es gab einmal jemand, der behauptet hat,dass ich Bach nicht spielen könnte. Mittlerweile bin ich älter geworden und ich werde ja sehen, ob ich diese Beurteilung noch widerlegen kann.
Was ich vertagt habe, ist Romeo und Julia von Prokofiev. Ich glaube, dass ich es spielen könnte, aber zeitlich geht sich das mit dem Üben nicht mehr aus.
Meine Freunde wissen ja, dass ich am liebsten zwischen ein und vier Uhr übe. Heute habe ich mir eine Sonntagsration gegönnt, das waren nur zweieinhalb Stunden.
Der Janacek ist vermutlich am wenigsten bekannt. Daher stelle ich hier zwei Links ein. Ich kenne den Pianisten nicht, aber er spielt die Stücke wunderbar.
"In the Mists (Czech: V mlhách) is a piano cycle by Czech composer Leoš Janáček, the last of his more substantial solo works for the instrument. It was composed in 1912, some years after Janáček had suffered the death of his daughter Olga and while his operas were still being rejected by the Prague opera houses. All four parts of the cycle are anchored in "misty" keys with five or six flats; characteristic of the cycle are the frequent changes of meter. Czech musicologist Jiří Zahrádka compared the atmosphere of the cycle to impressionist works, in particular those of Claude Debussy. The première took place on December 7, 1913, when Marie Dvořáková played it at a concert organized by the choral society Moravan in Kroměříž.
On January 24, 1914, the cycle had its first public performance at the third concert of the Organ School in Brno by pianist Marie Dvořáková, teacher of the school." [Wikipedia]

Weihnachten 2016

Als Antwort auf einen Blogeintrag auf twoday (link findet sich in der Geschichte) entstand diese Zusammenfassung.

Weiterlesen

 

Eine wunderbare Geschichte

Ich glaube, ich sollte neue Beiträge zumindest hier indizieren, damit das „Neue“ auch entdeckt werden kann.

Eine wunderbare Geschichte

und außerdem kann man dann kommentieren 🙂

 

 

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